Chronik

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Es war im September des Jahres 1813, als ein Jubel durch das ganze Land Tirol erschallte: Das Geschwisterpaar Süd- und Nordtirol ist wieder vereiniget an das liebe Kaiserhaus Österreich übergegangen! Von allen Bergen unseres Heimatlandes, der firnengekrönten Perle des habsburgischen Reiches, in allen Tälern, in den Städten und auf dem Lande erbrauste froher Jubel und alle biederen Tiroler Herzen waren voll unsäglicher Freude; Freudenfeuer brannten auf den Bergen und Schützenkompanien, die alle rühmlichen Anteil an der Befreiung des Vaterlandes vom Joche des korsischen Eroberers hatten, zogen, begleitet von ihrer damals üblichen Musik, Trommel und Schwögelpfeife, vom Lande herein durch die Straßen der Landeshauptstadt Innsbruck, wo ein Jubelfest über die Wiedervereinigung abgehalten wurde.  Auch die Höttinger Schützenkompanie, mit dem tapferen Brüderpaar Wolfgang und Josef Natterer als Offiziere an ihrer Spitze, jeder von dem Kaiser mit dem goldenen großen Gnadenpfennig geschmückt, nahm an diesem Feste teil. Vor ihr marschierte eine kleine Musikkapelle, bestehend aus zwei Violinen, einem Violon, einer Flöte, einem Klarinett, zwei Naturtrompeten, zwei Zugposaunen und einer kleinen Trommel. Der Tambour war stumm, der Flötenspieler blind. Also eine gar eigene Besetzung sowohl hinsichtlich der Instrumente als der Mannschaft. So zogen die Höttinger mit ihrer eigenartigen Musik durch die Straßen der Landeshauptstadt hinunter vor die Burg, wo die Musik vor der versammelten Volksmenge Märsche und andere lustige Stücke spielte. Josef Heiß, vulgo Muslspitzer, spielte als Kapellmeister die erste Violine, sein Sohn den Violon, der von einem Knaben eigens getragen wurde. Die beiden Violinspieler schwenkten bei lustigen Stücken ihre Geigen in die Luft, als wollten sie den ohnehin großen Freudentaumel noch mehr animieren. Auch der stumme Trommelschläger warf während des Trommelns seine Schlägel in die Höhe und fing sie dann mit geschickter Hand wieder auf, ohne das Trommelspiel zu unterbrechen, wobei die ganze Menschenmasse sich immer um die Spieler herumdrängte und ihren Beifall durch lebhaftes Händeklatschen kundtat. In den Zwischenpausen spielte der blinde Flötenspieler mit der Schwögel vereint mit dem stummen Trommler. So musizierten sie bis in die Nacht hinein.  Doch die Freude wurde getrübt, als der Abgesandte von Wien sagte, sie würden gerade wie ein erobertes Land angenommen; aber am andern Tage erschien ein Manifest des Kaisers selbst jubelten alle Tiroler Herzen laut auf und beteten zu Gott, dass er den lieben, guten Kaiser Franz noch viele Jahre erhalten möge. Soweit der geschichtliche Anteil Höttings an dem Vereinigungsfeste des Jahres 1813. Nun ein kurzes Lebensbild von dem stummen Trommler und seinem Leidensgefährten, dem blinden Flötenspieler. Tambour Johann Sturm ward zu Zürich in der Schweiz als der Sohn eines achtbaren Meisters geboren und kam als wandernder Tischlergeselle nach Innsbruck, wo er im Jahre 1807 beim alten Fuchstischler als Geselle in Arbeit eintrat. Damals hatte er die Sprache noch und war wegen seines Fleißes beim Meister sehr beliebt.  Als im Jahre 1809 der Aufstand gegen Napoleon losbrach, meldete er sich aus Franzosenhass bei der Höttinger Schützenkompanie als Tambour, denn er war ein gelernter Tambour und die Franzosen hasste er grimmig. Der schon lange unter der Asche glühende Funke brannte auf einmal im ganzen Lande zugleich los, von allen Seiten kamen die Landstürmer zusammen, auch die Höttinger Schützen waren nicht die letzten und standen unter Anführung den tapferen Wolfgang Natterer und seines Bruders Josef in der Höttinger Gasse. Sie wagten aber noch nicht, den Kampf zu beginnen, denn die Franzosen und Bayern hatten Innsbruck besetzt und der tapfere Obrist Baron Dietfurt verteidigte die Innbrücke mit zwei Kanonen.  Es war am 17. April, als schon einige Kugeln in die Häuser der Innstraße gedrungen waren und einigen Schaden angerichtet hatten. (Eine solche Kanonenkugel ist heute noch am Leutgebhause in Mariahilf zur Erinnerung sichtbar.) Fürchterlich gähnten diese zwei großen Feuerschlünde, einer nach der Höttinger Gasse gerichtet, der andere auf die Häuser der Innstraße, und mit brennender Lunte standen die Kanoniere vor den Geschützen, bereit, dieselben zu entladen. Da stutzten die Höttinger hat doch ein wenig, denn diese eisernen Knödel im Bauche wären, ohne der Gesundheit zu schaden, nicht gut zu verdauen gewesen; vergebens schlug der brave Schweizer den Wirbel auf seiner Trommel, denn ein allgemeiner Angriff wäre nutzlos unternommen geworden. Da schlich ein junger Oberinntaler vor und erschoss den Kanonier von der Kanone fort, die auf die Höttinger Gasse gerichtet war. Nun drang Josef Natterer vor, erschoss den zweiten Kanonier und der tapfere Schweizer stand an seiner Seite und schlug den Wirbel dazu. Die Höttinger stürmten nun die Innbrücke, wobei Josef Natterer sich gleich auf die Kanone warf und diese eroberte. Zu gleicher Zeit mit der Erstürmung der Innbrücke fiel auch in der Nähe des alten Spitales der bayerische Obrist Dietfurt, dem schon zuvor die Hand verwundet worden war, worauf er die Zügel in die verletzt rechte Hand nahm und mit dem Säbel in der Linken mit Mut die Seinen zum Kampfe kommandierte, bis er von einer Kugel getroffen vom Pferde sank.  Da stürzte auf einmal auch der junge Schweizer Tambour an der Seite des Josef Natterer zu Boden, ein Blutstrom entquoll seinem Munde und man trug den Verwundeten bewusstlos fort, hinauf in die Höttinger Gasse, in den sogenannten Mondscheinstadl, wo eine alte Witwe ihn pflegte. Nach einem Monat erholte er sich zwar, aber der arme Schweizer war stumm geworden; die Kugel war ihm durch den Mund gedrungen und hatte ihm vier Zähne und die Zunge fortgerissen. Und als er sonst wieder ganz gut hergestellt war, kam er doch wieder zu den Höttinger Schützen und schlug noch manchen Wirbel, Reveille und Zapfenstreich. Seinen Freund Johann Mößner, vulgo Mößner-Schettl, genannt der Schwögler, streife selben Jahres noch im November bei dem letzten Aufgebot ein Schuss an den Augen, er bekam ein Augenleiden und erblindete im darauf folgenden Jahre gänzlich. Und dennoch hielten diese beiden Unglücksgefährten getreulich aus und wirkten dann bei der im Jahre 1813 neu errichteten Höttinger Musik fleißig mit. Bei dem Kampfe an der Innbrücke eroberte Wolfgang Natterer eine abgeschossene französische Standarte, welche ein französischer Soldat nicht eher losließ, als bis Natterer ihn mit dem Gewehrkolben zu Boden streckte. Es war ein kleines Stück Stange mit einer Kugel, auf welcher der französische Adler saß.   Im Jahre 1816 kamen Se. Majestät Kaiser Franz I. von Österreich, Kaiser Alexander von Russland und König Friedrich Wilhelm von Preußen nach Innsbruck und nahmen in der Hofburg Absteigequartier. Da kamen die Schützen von nah und fern, aus allen Bergen und Tälern Tirols, um den Majestäten ihre Huldigung darzubringen. Auch die Schützen von Hötting eilten mit den von dem Kaiser mit der großen goldenen Medaille geschmückten Gebrüdern Natterer an der Spitze und ihrer kleinen Musikkapelle herbei und zogen hinab auf den Rennplatz, um den Majestäten auch ihre Huldigung und Freude zu bezeugen. Sie spielten Märsche und lustige Tänze nach dem damaligen Stile. Da kam der Hauptmann der Tuxer Schützen, ein junger Mann und Wirt alldort, mit einer jungen Tuxerin und Josef Aigner, Wirt und Hauptmann der Fügner Schützen von Zillertal, mit einem schmucken Zillertaler Diandl und tanzten den Tiroler Nationaltanz, Schuhplattler genannt, wobei die Höttinger Musik einen lustigen sogenannten „Hosenplattler“ spielte. Den Majestäten gefiel dieses Schauspiel so gut, dass sie sich drei Sitze auf dem Balkon bringen ließen, und mit größtem Vergnügen bis zum Ende zusahen, die Volksmenge klatsche in die Hände und alles war voll des Jubels. Als der Tanz der wohl eine halbe Stunde gedauert hatte, dann zu Ende war, da erschien ein Diener Ihrer Majestäten und übergab jedem mitwirkenden ein kleines Briefchen. In denselben waren für die Tänzer je drei Dukaten und für die Höttinger Musik zwölf Dukaten als Belohnung enthalten. Die Beschenkten brachten aus Dankbarkeit den Majestäten ein dreimaliges Hoch aus, die Musik spielte die Volkshymne, worauf man nach Hause zog. So blieb diese Musik bis zum Jahre 1819. In diesem Jahre kam Johann Weiß, vulgo Galterer (diesen Beinamen hatte er daher, weil sein Vater viele Jahre Senner auf der Galtalpe in Hötting war), als Lehrer und Organist nach Hötting. Noch im Laufe des Jahres übernahm er auch die Kapellmeisterstelle und als solcher unterzog er die Musik einer vollständigen Neuorganisation. Die frühere Besetzung wurde abgeschafft und Blasinstrumente eingeführt, eine große Trommel und Tschinellen gekauft und auch ein chinesischer Glockenhut, der damals neu und sehr beliebt. (Teile desselben sind heute noch vorhanden.) Die frühere Musik ward so in eine türkische, fünfundzwanzig Mann starke, umgewandelt und erregte überall großes Aufsehen, denn sie war die einzige damals existierende Landmusik und es gab immer eine große Menge Volkes, wenn die Höttinger Musik die Fronleichnamsprozession in Hötting begleitete, oder aus irgend einem Anlasse in der Stadt spielte. Im Jahre 1819 schenkte der damalige Schützenhauptmann Wolfgang Natterer die eroberte französische Standarte als Stab für den Regiments-Tambour der Kapelle. Der erste Träger des historischen Stabes war Josef Oefner. Seine Nachfolger waren Paul Stendl (unter diesem wurde der französische Adler, der den Stab schmückte, durch Emporwerfen zerbrochen, wird aber vom gegenwärtigen Regiments-Tambour umso liebe- und schonungsvoller behandelt), Johann Dollinger, Andrä Driendl. Lehrer Johann Weiß leitete die Kapelle bis zu seinem im Jahre 1827 erfolgten Tode.  Im Jahre 1828 wurde Alois Seiser als Lehrer, Organist und Kapellmeister für Hötting bestellt. Dieser war in der Musik sehr geschickt und brachte die Höttinger Kapelle zu großen Ehren, was deshalb erwähnenswert zu betrachten ist, das es um diese Zeit schon mehrere Musikkapellen im Lande gab. Er brachte die Kapelle auf einen Stand von 34 Mann und sie erhielt unter ihm auch eine damals übliche Nationaltracht: kurze Hose, weiße Strümpfe, schwarz-manchesterne Jacke, rotseidenes Halstüchl, den bekannten spitzen Fügnerhut mit einem grünseidenen Band, das ebenso breit als der Hut hoch war, hinten eine ebenso breite Masche mit roten, weißen oder grünen Adlerflaumen geschmückt, eine wahrhaft wirkliche Tiroler Nationaltracht, welche man im Inntale häufig sah. Sie wollten nicht in einem bunten, farbenreichen Phantasie oder maskenähnlichen Kostüme auftreten, sondern in einer wirklichen Tiroler Nationaltracht, wie sie im Lande Tirol üblich war. Im Jahre 1839 erkrankte der Kapellmeister Alois Seiser und es kam ein Hilfslehrer nach Hötting, namens Franz Dengg von Fügen im Zillertale, ein liebenswürdiger junger Mann, den jung und alt gleich liebte. Er leitete auch die Musikkapelle und hielt die Proben im Schlosse Schneeburg, wo Herr Seiser wohnte und der trotz seiner Krankheit noch immer ordnete und verbesserte. Im August des Jahres 1838 war die Huldigung für seine Majestät den Kaiser Ferdinand. Dengg war in den Ferien zu Hause im Zillertal. Da gab es für die Musik auch wieder viel zu tun. Dengg schrieb einen Brief an Leopold Spörr, welcher ein sehr guter Musiker war, er möchte einstweilen Proben abhalten, er werde dann mit der Fügner Musik und den Schützen hinaufkommen und alles in Ordnung bringen. Aber das Schicksal hatte es anders beschlossen.  Die Schützen von Fügen mit ihrer Musikkapelle zogen wohl herauf und übernachteten in Hall beim Bärenwirt in einem Massenquartier, einem neu aufgebauten Pferdestall. Es war am 6. August, 11 Uhr nachts. Da krachte es auf einmal und – das ganze Gewölbe des Stalles stürzte ein und begrub die unglücklichen Zillertaler unter seinen Trümmern. Es wurde gleich Lärm geschlagen, ganz Hall aus dem Schlafe aufgeschreckt und alles eilte der furchtbaren Unglücksstätte zu. 15 Leichen zog man aus dem Schutt und den Trümmern hervor, darunter auch den armen unglücklichen Dengg mit zerschmettertem Kopf; zwei Schwerverletzte starben noch in der Früh. Mit großem Schmerz vernahm man in Hötting diese Schreckensbotschaft und alles war voll tiefer Trauer um den lieben Freund und Lehrer. Bei dem Begräbnis zog die Musikkapelle von Hötting hinab nach Hall und erwies ihrem Hilfskapellmeister die letzte Ehre und geleitete seine Leiche zum Grabe. Selbst seine Majestät Kaiser Ferdinand, der schon in Innsbruck anwesend war, fuhr mit seiner erlauchten Gemahlin nach Hall und begleitete den Leichenzug, wobei er Tränen für die armen, unglücklichen Zillertaler weinte, die aus Liebe zu ihm einen so schrecklichen Tod entgegengegangen waren. Im Jahre 1842 erlag Alois Seiser seinem langjährigen Leiden und die Musik von Hötting hatte die traurige Pflicht, zum zweiten Male einem geliebten und unvergesslichen Kapellmeister die letzte Ehre zu erweisen und seine Leiche zu Grabe zu geleiten. Die Musik war jetzt abermals verwaist und die meisten gingen weinend vom Grabe ihres geliebten Meisters fort.  Nun kam ein provisorischer Lehrer, Alois Geiger, der die Musik ebenfalls mit Geschick leitete; doch nach zwei Jahren wurde er nach Schwaz versetzt. An seine Stelle kam nun A n t o n L u t z, vom Vinschgau zu Hause, als Lehrer und Organist nach Hötting. Er nahm sich mit großem Eifer der Musikkapelle an, richtete junge Leute ab, hielt fleißig Proben und brachte die Kapelle auf einen guten Stand. Im Jahre 1845 rückte er am Fronleichnamstage mit seiner 45 Mann starken Musik aus und vom Jahre 1847 bis 1853 mit 48 Mann.  Im Jahre 1845 starb der stumme Tambour, der, seit der Friede zurückgekehrt war, nebst einem Gnadengehalt vom Kaiser als Schleifer sein Brot verdiente. Ein großartiges Leichenbegräbnis wurde dem verdienstvollen Manne zuteil.  Im Jahre 1853 traten viele von den Alten aus, weil sie eben zu alt waren und ihr müdes Haupt nun gerne zur Ruhe legen wollten. Uns so war es auch, denn von den Alten starb einer nach dem anderen und die Musikkapelle hatte oft die traurige Pflicht, bald den, bald jenen Kameraden und Musik-Veteranen mit Trauerklängen zu Grabe zu geleiten. 

 

1849

Auch sonstige Unglücksfälle ereigneten sich. Im Jahre 1849 arbeitete Josef Scheiber, Kochen-Seppl genannt, der erste Klarinettenbläser, als Steinmetz im Hoftheater zu Innsbruck. Er stand am 10. August hoch oben auf dem Gerüst am Dachgesims, als ein großer Stein herabfiel, wodurch das Gerüst brach und Josef Scheiber und noch ein Arbeiter mit hinunterstürzten. Grässlich zerschmettert zog man ihn und seinen Unglücksgefährten hervor. Die Höttinger Musik spielte ergreifende Trauermärsche, als sie ihren unglücklichen Kameraden zum Grabe geleitete.  Im Jahre 1854 wurde die Nationaltracht wegen Mangels an kurzen Hosen abgeschafft; nur der spitze Fügnerhut, jedoch nun ohne grünes Band, wurde noch beibehalten. Die Musikkapelle sank nach und nach zu einer gewöhnlichen Dorfmusik herab, weil viele austraten, jedoch aufgelöst hatte sie sich nicht, 23 Mann blieben und diese hielten fest zusammen, was bei gar manchen anderen Landkapellen bekanntlich leider nicht immer der Fall ist. So hielt sich die Kapelle bis zum Jahre 1859. Kapellmeister Lutz war schon längere Zeit leidend und wahrscheinlich wäre die Musikkapelle doch früher oder später zur Auflösung gezwungen gewesen. Daher bestellte in diesem Jahre auf Drängen des damaligen Schützenhauptmannes Johann Fischler, Rainerwirt in Hötting, der als besonderer Gönner der Musik diese auf seine eigenen Kosten gänzlich neu montierte, die Gemeindevorstehung einen neuen Kapellmeister in der Person des Herrn Rambichler, einen der tüchtigsten Musiker und Kapellmeister der Bürgermusik in Innsbruck. Schon wenige Wochen später konnte sich die Höttinger Kapelle wieder mit den besten Musikbanden messen. Leider starb aber Rambichler schon am 3. September 1863, zum größten Schmerze der Musikmitglieder und der ganzen Gemeinde Hötting, denn wegen seiner Rechtschaffenheit war er allenthalben beliebt. Bei seinem Begräbnisse, das auf dem Friedhofe on Hötting stattfand, gab ihm die Innsbruck wohnten, das letzte Geleite. Als man die Leiche des allzu früh dahingeschiedenen Kollegen in das Grab senkte, sah man viele Tränen über die rauhen Wangen der Höttinger Musiker fliesen, die nun abermals verlassen und verwais am Grabe ihres geliebten Kapellmeisters standen und ihm aus Dankbarkeit einen schönen Grabstein setzen ließen. Nach Rambichler übernahm die Musik Wilhelm Danler, der wegen seines Berufes als Musikvereinslehrer und Mitglied des Stadtorchesters seine Kapellmeisterstelle nicht ordnungsmäßig ausüben konnte, weshalb die Musiker beim Bärenwirt in Hötting, wo sie durch lange Zeit die Proben hatten (die Proben sollen oft Dauerproben gewesen sein), eine Versammlung einberiefen und aus ihrer Mitte einen neuen Kapellmeister wählten. Unter Kapellmeister Danler waren Martin Götsch, vulgo Scharz-Martl, und Andrä Triendl Regiments-Tamboure. Der neugewählte Kapellmeister war Anton Hupfauf, genannt Samseler-Toni, ein junger Mann, der sich bei Herrn Rambichler einige Musikkenntnisse erworben hatte und sich dann mit großem Eifer der Musikkapelle annahm. Wenn er auch nicht die Fähigkeit besaß, die Kapelle auf der selben Höhe zu halten wie sein Lehrer Rambichler, so blieb sie doch immerhin eine gute Landmusik. Kapellmeister Hupfauf, der wegen seiner Rechtschaffenheit auch zum ersten Gemeinderat und zum Oberkommandanten der Freiwilligen Feuerwehr in Hötting gewählt wurde, leitete die Kapelle in selbstloser Weise bis zu seinem am 3. Februar 1887 erfolgten Tode. Unter ihm war der nachmalige Gemeindevorsteher, Metzgermeister Ingenuin Fischler Regiments-Tambour. Als Erzherzog Karl Ludwig als Statthalter nach Innsbruck kam, wurde er auch von der Höttinger Schützenkompanie und der Musikkapelle feierlichst empfangen.  Im Jahres 1871 gründete die Freiwillige Feuerwehr Innsbruck eine eigene Musikkapelle, deren Kapellmeister der schon früher erwähnte Musiklehrer Danler war, und sehr bezeichnenderweise waren die ersten 12 Mitglieder der Feuerwehrkapelle sämtlich Angehörige der Höttinger Musik, sodass man mit Recht sagen kann, diese gab den Grund- und Eckstein zur ersten Innsbrucker Feuerwehrkapelle. Diese Mitgliedschaft der Höttinger dauerte bis zum Jahre 1885, wo die Feuerwehrkapelle nach einer vorangegangenen Fahrt nach Kufstein aufgelöst wurde. Nach dem Tode des Anton Hupfauf wurde die Kapellmeisterstelle von der Gemeindevertretung dem Herrn Josef Thönig, gebürtig aus Flies im Oberinntale, übertragen. Unter Kapellmeister Thönig war die Musikkapelle Hötting in regster Tätigkeit. Fast jeden Sonntag gab sie im Frühjahre und Sommer Konzerte in den Schankgärten der Stadt und Umgebung. Regimentstambour Fischler legte 1885 die Charge nieder und es übernahm nun dieselbe Wolfgang Frick, Besitzer des Kerschbuchhofes in Hötting, den früher beschriebenen Regimentstambour-Stab nur bei größeren Festlichkeiten trug. Frick machte als Kaiserjäger die Okkupation in Bosnien und im Jahre 1882 die Überschwemmung im Pustertale mit, bei welcher er sich bei den Rettungsarbeiten in so hervorragender Weise beteiligte und dafür vom Kaiser mit dem silbernen Verdienstkreuze ausgezeichnet wurde.  Als im Jahre 1893 in Innsbruck die große Landesausstellung eröffnet wurde, konzertierte die Musik im Musikpavillon der Ausstellungsanlagen durch 13 Tage.  Im Herbste desselben Jahres begleitete die Höttinger Musik die Innsbrucker Feuerwehr nach München zum großen Feuerwehrfest, an dem Delegierte sämtlicher Feuerwehren Tirols und auch anderer Länder teilnahmen. Dort hat es mehrere ergötzliche Szenen gegeben, von den wohl eine erwähnt zu werden verdient und die gleichzeitig beweist, dass die Höttinger Musiker nicht nur ohne Tadel spielten, sondern auch keine Furcht kannten. Von dem im Übermaße von den Münchnern den Höttingern gespendeten edlen bayerischen Safte hatten nämlich zwei derselben, Vater und Sohn, jeden Ortssinn verloren und mussten in einem Friedhof übernachten, obwohl sie keine 20 Schritte von ihrem Quartier entfernt waren. Darum „Heil Gambrinus und Musikers Durst!“. Im August 1893 schenkte Schloss- und Brauereibesitzer von Büchsenhausen, Herr Robert Nissl der Kapelle 20 auf Stäben befestigte Laternen zum Gebrauche bei nächtlichen Serenaden und dergleichen. Herr Nissl zeigte sich überhaupt stets als warmer Freund und Wohltäter der Musik und ließ auch auf seine Kosten eine Art Nationaltracht herstellen. Dafür sei ihm noch jetzt und in diesem Schriftchen der innigste Dank dargebracht.  Kapellmeister Thönig war zur Leitung der Höttinger Musikkapelle wie geschaffen, denn er war ein in der Musik gut geschulter Mann, der es verstand, für seine Kapelle nicht nur neue Stücke zu komponieren, sondern auch die schwersten Sachen für seine Leute zu arrangieren. Er war von den Musikern sehr geschätzt und es wurde ihm auch viel Liebe und Ehre entgegengebracht.  Im Jahre 1898 feierte die Musikkapelle das 50 jährige Jubiläum der Mitgliedschaft ihres Bassisten Franz von Eisank, der schon in seiner frühesten Jugend der Kapelle als Mitglied beitrat und auch in seiner frühesten Jugend als Vaterlandsverteidiger sich betätigte. 

 

1848

Im Jahre 1848 begleitete nämlich der damals erst vierzehneinhalbjährige Eisank die Höttinger Schützen als Tambour nach Judikarien, wo er zwei Monate in verschiedenen Orten weilte und nachdem er die Trommel mit dem Gewehre vertauscht hatte, am 22. Mai 1848 das Gefecht in Eassaro in Judikarien mitmachte. Nach der Rückkehr in die Heimat bildete sich gleich die zweite Sonnenburger Schützenkompanie, bei der Peter Gogl von Hötting als Leutnant war. Dieser bewog den jungen Eisank, ein zweitesmal als Tambour gegen den Feind zu ziehen, sodass er wieder, nachdem er hiezu die Bewilligung seiner Mutter erhalten hatte, als Vaterlandsverteidiger nach Judikarien zog. 

 

1900

Im Jahre 1900 legte Thönig nach dreizehnjähriger Tätigkeit die Kapellmeisterstelle nieder. An seinerstatt ernannte der Gemeindeausschuß wieder aus der Reihe der Mitglieder einen Kapellmeister namens Ludwig Jabinger. Dieser, ein geborenen Höttinger, dirigierte die Kapelle bis zum Jahre 1903. Ohne eigentliche Leitung blieb nun die Kapelle bis zum Jahre 1906, wo dann Alois Dalus, geboren zu Ampezzo, die Leitung der Kapelle von der Gemeinde Hötting übertragen erhielt. Im Jahre 1909 wurde in Innsbruck das hundertjährige Jubiläum der siegreichen Kämpfe unserer Väter im Jahre 1809 in seltener, noch nie dagewesener Prachtentfaltung gefeiert. Aus jedem Tal, von den höchsten Berggemeinden herab, waren Schützenkompanien und Musikkapellen in Innsbruck erschienen, um unserem großen Jubelkaiser, der eigens zu diesem Feste nach Innsbruck gekommen war, zu huldigen. Dass da auch die Höttinger nicht fehlen durften, ist selbstverständlich, denn wo es galt, patriotische Feste und Wohltätigkeitsveranstaltungen verschönernd zu helfen, war die Höttinger Kapellen stets eine der ersten und wird es auch bleiben. Kapellmeister Dalus rückte zu diesem Feste mit einer 28 Mann starken Kapelle in einer kurz vorher von der Gemeinde neu ergänzten Nationaltracht, bestehend aus Fügner Hut, mit Schildhahnstoß und Hahnenfedern geschmückt, weißem Hemde, grauem Rocke mit grüner Egalisierung, kurzen Hosen, weißen Strümpfen und Schnürschuhen aus. Ende des Jahres 1909 legte Kapellmeister Dalus seine Stelle nieder und über Ersuchen des Herrn Gemeindevorstehers Alois Steffan und zufolge Beschlusses des Gemeindeausschusses übernahm Herr Lehrer Sanktjohanser am 2. Februar 1910 die Leitung der Kapelle. Da schon eine geraume Reihe von Jahren keine jungen Musikanten geschult worden waren, war nur mehr ein kleiner Stand von Musikern, welche wirkliche Höttinger waren, vorhanden. Bei jedem Ausrücken musste daher die Ergänzung der Kapelle durch sogenannte Aushilfen erfolgen. Kapellmeister Sanktjohanser hatte daher die schwierige und in den meisten Fällen auch undankbare Aufgabe, junge Musikanten in Schulung zu nehmen. Mit unsäglicher Mühe gab er täglich drei Stunden Unterricht an 23 junge Leute, wovon einige schon unter Kapellmeister Dalus die Anfangsgründe kennen gelernt hatten, sodass er am Höttinger Fronleichnamsfeste, d. i. der Sonntag nach dem Kalenderfronleicham, mit einer 43 Mann starken Kapelle ausrücken konnte. Auch andere Arbeit leistete Kapellmeister Sanktjohanser durch unentgeltliches Ergänzen und Vermehren des Notenmaterials. Er erbat sich von der Gemeinde die Ergänzung der Monturstücke von 35 auf 43 Mann, was ihm die Gemeinde in zuvorkommender Weise gewährte. Die Musik kam unter seiner Leitung wieder neu zur Geltung, sodass sie von verschiedenen Vereinen oft zu Konzerten und Festlichkeiten erbeten wurde. Das Hauptverdienst Sanktjohansers, die Schaffung der gegenwärtigen wirklich sehr kleidsamen und auch echten Höttinger Nationaltracht von1809, kann nicht hoch genug geschätzt werden. Die Tracht besteht aus Speckbacherhut mit Geierfeder und schwarzer Schnur mit seitlich angebrachter Goldquaste, rauhem, ungebleichten Hemde mit schwarzen Halsbindchen, roter Weste mit Goldborten-Verbrämung und Goldknöpfen, dunkelblauer Lodenjoppe, eingefasst mit weinrotem, nach altem Muster hergestelltem Bande und an den Ärmeln mit hochrotem Stulp versehen, schwarzer, kurzer Hose, blauen Strümpfen und sogenannten Knöchelschuhen mit Schnalle, auch Bauchgürtel wurden vom Sattlermeister Stiegler in Stumm im Zillertale hergestellt. Die ganze Neuuniformierung kostete ca. 5000 Kronen. Rock und Weste verfertigte zur vollen Zufriedenheit Schneidermeister Josef Maar, wofür der volle Anerkennung verdient. Gar manche in- und außerhalb der Kapelle äußerten stille Bedenken für die Aufbringung dieser Summe, zumal die Beihilfe seitens der Gemeinde von Sankjohanser nicht in Anspruch genommen werden sollte. Schon bei Übernahme der Kapellmeisterstelle fasste dieser aber den Entschluss, zur Verherrlichung des 100 jährigen Bestandes der Kapelle eine Nationaltracht zu schaffen, die die Höttinger zur Zeit der Freiheitskämpfe und der Gründung der Kapelle getragen hatten. Im Frühjahre 1912 berief der deshalb eine Versammlung der Kapelle ein, in der er den anwesenden Musikern sein Vorhaben klarlegte und auch die Art der Aufbringung des Geldes besprach. Nachdem sämtliche Musiker freudig dem Vorhaben des Kapellmeisters zugestimmt hatten, begann er mit der Realisierung des Werkes. 

 

1912

Am 12. Juli 1912 wurde im Garten des Gasthauses „zum Stamser“ ein Gartenfest mit Glückstopf abgehalten. Zum Zustandekommen des Glückstopfes trugen besonders die eifrigen Bemühungen der jungen Musikanten Emmerich Stolz, Hans Mader, Franz Hupfauf und der beiden Brüder Sauerwein bei, was hier lobend erwähnt sei. Am 25. August 1912 wurde zum gleichen Zwecke auf dem Planötzenhofe ein großes Gartenfest veranstaltet. Bei beiden Veranstaltungen hatte die Freiwillige Feuerwehr Hötting, besonders aber die Herren Straßenmeister Alois Krug und Schuhmachermeister Josef Heiß in liebenswürdigster Weise mitgeholfen. Auch sei an dieser Stelle des Legates des verstorbenen Musikgönners Peter Fröhlich dankend erwähnt. Da beide Veranstaltungen zur Deckung der Neuanschaffung noch nicht reichten, musste die neuerliche Aufstellung eines Glückstopfes beschlossen werden. Als Zeitpunkt hiefür wurde der Tag der Jubiläumsfeier, das ist der 10. August, bestimmt. Zur dankbaren Anerkennung der treuen Mithilfe an der Aufbringung des Gabentempels seien auch hier wieder folgende Musikanten erwähnt: Emmerich Stolz, Anton Sauerwein, Josef Maurer, Hans Schieferer, Franz Hupfauf, Alois Steffan. Tusch Josef, Hueber Josef und Fröhlich Johann. Auch die Freiwillige Feuerwehr von Hötting sowie die Schützenkompanie hatten bereitwilligst ihre Mithilfe zur Verherrlichung des Festes zugesagt und am Jubiläumsfeste selbst schritt an Seite der Kapelle Fräulein Anna Natterer, eine Großenkelin der eingangs erwähnten Gebrüder Natterer, in der gleichen Nationaltracht als Marketenderin.  Dies zeigt so recht das Zusammengehörigkeitsgefühl und den Gemeinsinn der Höttinger. Die heutige Zusammensetzung der Musikkapelle ist folgende: Kapellmeister Urban Sanktjohanser, Alois Frick als Regiments-Tambour; Franz Heiß, Alois Dalus, Wilhelm Seiwald, Johann Regensburger, Josef Schieferle, Franz Hupfauf und Johann Fröhlich als Flügelhornisten; Josef Hueber, Josef Spielmann, Emmerich Stolz, Eugen Bulacher, Alois Mair, Josef Tusc und Johann Schiendl als Klarinettisten und Josef Weber als Flötenbläser; Josef Maurer, Johann Mader, Josef Pirner als Bassflügelhornisten; Alois Mathoy, Alois Steffan, Franz Sauerwein, Josef Purtscheller, Max Purtscheller, Alois Huber und Siegfried von Watzdorf als Trompeter; Anton Saurwein, Jakob Astner und Johann Lercher als Posaunisten; Johann Jabinger, Norbert Tusch und Franz Madl als Althornbläser; Gottfried Heiß, Johann Schieferer und Andrä Kapferer beim Schlagwerk und Josef Singer, Alois Hell, Sebastian Bart, Anton Hupfauf und Markus Stolz als Bassisten. Vor allem sei auch hier der langjährigen Mitgliedschaft des Regiments-Tambours Wolfgang Frick und des Trompeters Hans Jabinger erwähnt, von denen der letztere im nächsten Jahre das 50 jährige Jubiläum feiern wird.  Für alle diese Bestrebungen des Kapellmeisters Sanktjohanser wissen ihm die Mitglieder auch Dank und halten dafür in Liebe und Freundschaft und Ausdauer mit ihm zusammen. Und wenn auch mancher Sturm schon über sie hereingebraust, so ließ die Höttinger Musikkapelle sich doch nie derart erschüttern, dass es zu einer Auflösung derselben gekommen wäre. Kam auch manchmal ein Streit vor, dauerte es nie lange und schon schien wieder die Friedenssonne durch die Reihen von Höttings Musikanten. Darum Ehre dir, du wackere Musikkapelle von Hötting! Hundert Jahre hast du allen Stürmen und Zeitergebnissen Trotz geboten, bleibe auch ferner standhaft und schließe ein inniges, festes Freundschaftsband.  Auch Ihr, Bürger und Bewohner Höttings, schenkt dieser Jubelkapelle ferner noch Eure Freundschaft, Eure Liebe und Unterstützung! Allen Wohltätern und Förderern der Musik sei aber hier der wärmste Dank ausgebracht. Dank sei besonders auch der Gemeinde Hötting für alles bisherige Wohlwollen und bisherige Unterstützung.  Und so möge denn der innige Kontakt der Höttinger Musiker und ihres Kapellmeisters so wie bisher aufrecht bleiben, dann wird die Kapelle auch fürder bestehen und noch manches schöne Jubiläum feiern können.  Dies ist der innigste Wunsch des Verfassers.

1913 

Da zwei Gartenfeste am 12. Juli und 25. August 1912 nicht zur Deckung der Neuanschaffung reichen, wird die neuerliche Aufstellung eines Glückstopfes am Tag der Jubiläumsfeier, das ist der 10. August beschlossen und abgehalten. Die freiwillige Feuerwehr Hötting sowie die Schützenkompanie Hötting helfen bereitwilligst bei der Durchführung der Jubiläumsfeier und beim Fest selbst schreitet Anna Natterer, eine Großenkelin der tapferen Gehrüder Natterer, in der gleichen Nationaltracht als Marketenderin an der Seiter der Kapelle.

 

1914 

Zu Fronleichnam rückt die Musikkapelle das letztemal vollzählig aus. Die jungen Musikanten werden zu den Waffen gerufen, die Trachten eingezogen und die vereinseigenen Instrumente vom k.k. Militärstationskommando Innsbruck beschlagnahmt. 

 

1916

wurden die Kirchenglocken der neuen Pfarrkirche von Hötting abgenommen.

 

1919 

Der Klarinettist Emmerich Stolz, als erster Obmann der Höttinger Musik, der Kanzleidirektor Hans Mader und der erste Flügelhornist des 1. Tiroler Kaiserjägerregiments Albert Grosser als Kapellmeister erwecken die Kapelle nach Kriegsende zu neuem Leben. Es beginnt mit den vierzehn verbleibenden Musikanten der Wiederaufbau. Zum Fronleichnamsfeste rückt die neu formierte Kapelle das erstemal wieder aus.

 

1924 

Sepp Gschwentner übernimmt die Kapellmeisterstelle und Dank seiner musikalischen Fähigkeiten erlangt die Kapelle schöne Erfolge.

 

1930 

Beim großen Turnfest in Innsbruck fungiert die Höttinger Kapelle durch acht Tage als Festmusik. 

 

1931 

Der Verein ))Musikkapelle Hötting« muß auf Anordnung des Landeshauptmannes nunden Namen)) Bürgermusikkapelle Hötting« tragen. 

 

1932 

Politische Spannungen führen zur Spaltung in eine Arbeiter- und Bürgermusik. 

 

1934 

Die Bürgermusikkapelle Hötting richtet an die Arbeiterkammer die Bitte, aus dem Bestand der beschlagnahmten Instrumente der Arbeitermusikkapelle Hötting Tschinellen und einen B-Baß zu leihen. 

1935

Eine Gruppe der Musikkapelle wollten beim Flungerhof ein Musikerheim für Konzerte und mit Ausschank erbauen. Leider wurde der Bau nicht genehmigt.

1936 

Am 2. Feber übt das Mitglied J osef Spielmann berechtigte Kritik, daß Aushilfen, besonders dem eingeladenen Klarinettisten Tanzer und seiner Frau freies Getränk und Essen, sowie noch der verlangte Betrag von 8 Schilling ausbezahlt wird. 

 

1937

Die Kapelle nimmt an dem von der Landeshauptmannschaft für Tirol veranstalteten Frontsoldatentag am 22. und 23. Mai teil. Josef Gschwentner übernimmt neuerlich die Musikkapelle als Kapellmeister und erklärt, daß er als Honorierung für seine Tätigkeit nur das Notenpapier und die notwendige Tinte ersetzt bekommen möchte. 

 

1938 

Die letzte freie Ausrückung der Musikkapelle der freien Gemeinde Hötting findet zum Empfang des Bundeskanzlers Dr. Kurt v. Schuschnigg am Innsbrucker Bahnhof am 9. März statt. 

1940 

Die Spareinlagen müssen auf das Hauptkonto des »Tiroler Standschützenverbandes« umgeschrieben werden und Abhebungen sind nur mit einem Bevollmächtigungsschreiben des Schatzmeisters möglich. Obmann Emmerich Stolz wird von den politischen Behörden abgesetzt, der langjährige Kassier und Schriftführer Wilhelm Steneck mit der Geschäftsführung beauftragt. Durch Einberufungen wird die Kapelle sehr geschwächt, doch die verbliebenen Männer halten treu zusammen, damit die Musik nicht zur Auflösung gelangt.

1945 

Emmerich Stolz übernimmt wieder die Obmannstelle, Wilhelm Steneck sein Amt als Kassier und Schriftführer. 

1946 

Am 9. Oktober wird an den Gemeinderat der Landeshauptstadt ein Gesuch gerichtet, worin gebeten wird, für die Höttinger Musikanten anläßlich der Cäcilienfeier Bezugsscheine für Fleisch und Fett und wenn möglich eine Berechtigung zum Bezug von Wein und kleinen Mengen Branntweines auszustellen. 

1949 

Am 8. Mai findet im »Tengler-Garten« eine große Dekorierungsfeier durch die Herren Vizebürgermeister Franz Kotter und Hofrat Dr. Schuhmacher statt. Es werden 24 Mitglieder ausgezeichnet: I Mitglied für 55 Jahre, 1 Mitglied für 50 Jahre, 5 Mitglieder für 40 Jahre und 17 für 25 Jahre Zugehörigkeit zur Kapelle. 

 

1955 

Auf Anregung von Obmann Tschurtschenthaler und Kapellmeister Tatzel wird der Beschluß gefaßt, die Musik auf Normalstimmung umzustellen. 

 

1958

Ehrenkapellmeister Sepp Gschwentner, der durch seine sinnigen Kompositionen und Aufopferung seiner gesamten Freizeit durch Jahrzehnte das Rückgrat der Musik war, legt aus Gesundheitsrücksichten die Kapellmeisterstelle zurück. Die vor Jahresfrist bestellten

 

1960 

Die vor Jahresfrist bestellten neuen Instrumente sind da und werden von Pfarrer Gerlach Voigt geweiht. Instrumentenpatin ist Johanna Pradler. Die ab 1960 für die Kapelle Hauptverantwortlichen, Obmann Anton Köchler, Obmannstellvertreter Anton Tschurtschenthaler und Kapellmeister Albert Tatze!, sind mit besonderer Tatkraft und großem Erfolg am Werk. Davon zeigt nicht nur die komplette Neuinstrumentierung, sondern auch die modernzweckmäßige Einrichtung des neuen Probelokals sowie der Ausbau und die Möblierung des alten Proberaumes, der nun einerseits als Ausbildungsraum für den Nachwuchs dient, anderseits aber auch als Klubheim von jung und alt gerne besucht wird. All dies bringt der Musik großen Aufschwung, stärkt die Kameradschaft und gewinnt neue Freunde; dies besonders unter der Jugend, auf deren besondere Förderung größter Wert gelegt wird. Die finanzielle Seite dieser umfassenden Aufbauarbeit bringt wohl Sorgen. Bei Obmann Köchler jedoch, der diese Sorgen stets zu seinen eigenen macht und es auch versteht, sie totkräftig zu bekämpfen, ist die Musikkapelle Hötting in guten Händen. ln diesem Zusammenhang sei aber auch der verständnisvollen Haltung des Kulturreferenten der Stadt lnnsbruclc, Herrn Stadtrot Dir. Arthur Haidl, ebenso dankbar gedacht wie der Bevölkerung von Hötting, die ihr großes Interesse für die Kapelle stets durch ein offenes Herz beweist. Die Musikkapelle ihrerseits will mit ihren rund 40 Ausrüclcungen pro Jahr ihre Verbundenheit mit der Bevölkerung unter Beweis stellen und - treu zusammenstehend wie seit 150 Jahren - zum Ansehen Höttings nach besten Kräften beitragen.

1963 

Am 29. Juni wird mit einem Festkonzert im Innsbrucker Stadtsaal die 150-Jahrfeier der Stadtmusikkapelle Hötting eröffnet. Die Stadtmusikkapelle Wilten, als Festkapelle die Saarländische Knappenkapelle aus Eppelborn, sowie die Jubelkapelle bieten ein ausgefeiltes, demjeweiligen musikalischen Niveau angepaßtes Programm. Der Festgottesdienst und Festumzug am Sonntag, bei dem sich fünf Musikkapellen, drei Schützenkompanien und zahlreiche Vereinigungen in ihren schmucken Trachten beteiligen, ist sicherlich als Höhepunkt anzusehen. Von Herrn Bürgermeister DDr. Alois Lugger werden Goldene Ehrenringe und Goldene Ehrenzeichen an verdienstvolle Mitglieder verliehen. Beim anschließenden gemütlichen Nachmittag kommt es zu heftigen Rededuellen zwischen dem Verir..iO: ter von Hötting, Pfarrer Gerlach Voigt, und dem Wiltener Stadtrat Anton Fritz, über die Erstbesiedlung der beiden Dörfer, wobei Pfarrer Voigt sicherlich als Sieger zu bezeichnen ist.

 

1964 

Die Musikkapelle feiert am 21. März den 70. Geburtstag des 30 Jahre tätigen und jetzigen Ehrenobmannes Emmerich Stolz. Ihm wird aus diesem Anlaß der goldene Ehrenring der Kapelle überreicht und vom Landeskulturamt wird er mit dem goldenen Kulturabzeichen geehrt. Nur drei Tage später hat die Kapelle wieder einen der ihren mit Trauerweisen auf den letzten Weg zu begleiten. JosefGschwenter, Ehren- und Bezirkskapellmeister, Komponist vieler Märsche, Polkas, Mazurkas und Walzer, der Vater- so wurde er immer genannt- der Höttinger Musiker, hat für immer die Augen geschlossen. Die Konzertreise nach Eppelborn anläßtich des Saarländischen Bezirksmusikfestes am 5. September wird im ausverkauften Konzertsaal mit den dargebotenen Österreichischen Weisen zum vollen Erfolg. Besonderen Applaus ernten die Flügelhornisten Martin Berchtold und Arnold Weichselbraun für »Die beiden Alpensänger «. Ebenso Publikumsliebling werden die beiden Originale Max Winterte und Pepi Fröhlich, der Vater des Trachtenvereins »D‘Burgstodler«, mit einer »Löffelpolka«. 1965 Eine Einladung des Bürgermeisters von Barcelona, Don Jose de Pareides Colomer, zum Fest der »Heiligen Merced « vom23. bis 28. September zählt wohl zu den größten Konzertereignissen in der Vereinsgeschichte. Mit insgesamt 50 Musikanten, 2 Marketenderinnen und 2 Begleitpersonen wird die Fahrt nach Spanien angetreten. Die spärliche Anlieferung von Getränken, welche nach Ankunft im Hotel in Barcelona die Musiker infolge hoher Luftfeuchtigkeit vor schier unlösbare Probleme stellt, wird durch Obmann Köchler mit Verteilen von Trinkgeldern und Musikabzeichen behoben, sodaß sich die Höttinger wieder einmal rühmen dürfen, die meisten Biere (1.800 Flaschen) innerhalb von 5 Tagen konsumiert zu haben. Höhepunkt ist das Nationenkonzert im Sportpalast vor ca. 15.000 Personen. Unsere Kapelle muß ihr vorgesehenes Konzert unter der Mitwirkung des Jodlerduos »Gschwister Sonnberger« von 20 auf 90 Minuten erweitern. In Spanien hat die Kapelle eine ehrenvolle Aufgabe außer Programm zu bestreiten. Die Wien er Philharmoniker unter Dirigent Prof. Karl Böhm machen nach einer Konzertreise durch Südamerika Zwischenlandung in Barcelona und werden von den Höttingernauf spanischemB oden mit dem »Bozner Bergsteigermarsch« begrüßt. 

 

1966 

In der Heimat des 1. Flügelhornisten Arnold Weichseibraun und des Klarinettisten Michael Vierbach in Plattach (Kärnten) wird unter Mitwirkung der Kapelle das neu errichtete Musikhaus feierlich eingeweiht. 

 

1967 

Wegen internen Schwierigkeiten legt Obmann Köchler seine Stelle zurück. Die Geschäfte führen derzeit ObmannStv. Alois Egg und Organisationsleiter Anton Tschurtschenthaler. 

 

1968 

Bei der Generalversammlung am 2. Mai wird als Obmann Franz Vollgrober einstimmig gewählt. 1971 Den ehemaligen Obmann Anton Köchler begleitet die Musik zur letzten Ruhestätte. Auch Obmannstellvertreter Anton Tschurtschenthaler wird zu Grabe getragen. Die Konzertreise im Mai nach Karlsruhe zum Bundesmusikfest deutscher Blasmusikverbände ist durch einen innigen Kontakt der Bevölkerung gekennzeichnet. 

 

1974 

Das Mitglied Helmut Donner erhält für 40-jährige Zugehörigkeit zur Kapelle die Goldene Verdienstmedaille. 

 

1976 

Am 25. Jänner wird Obmann Franz Vollgrober zu Grabe getragen und die Musikanten erweisen ihm durch Trauerweisen die letzten Grüße. Mit ihm ist ein Mann gegangen, der Zeit seines Lebens mit der Blasmusik verbunden war. Zur Einholung des Olympischen Feuers rückt die Höttinger Kapelle vor dem »Goldenen Dach!« unter großer Teilnahme der Bevölkerung aus. Ein weiterer Schlag trifft die Kapelle. Ehrenobmann Emmerich Stolz wird am 10. August zu Grabe getragen. Am 13. November wird Josef Jelinek, 1. Klarinettist, zum neuen Obmann gewählt. 

 

1978 

Kapellmeister Albert Tatze!, die Seele der Musik, übernimmt zusätzlich die Obmannstelle. 

 

1979 

Alois Lener erhält die goldene Verdienstmedaille für 50-jährige Zugehörigkeit zu eine Blasmusikkapelle.

 

1980 

Ein großer Festumzug am 29. Juni wird anläßtich der 800-Jahrfeier der Stadt Innsbruck abgehalten. Unter den unzähligen Trachtengruppen, Schützenkompanien und Musikkapellen befinden sich natürlich auch die Höttinger Musikanten. Ein großer Tag für das Höttinger Vereinsleben ist der 13. Dezember. Um 16 Uhr wird das neue »Höttinger Vereinsheim « eingeweiht und unter Anteilnahme aller Vereine und einer großen Bevölkerungszahl seiner Bestimmung übergeben. Die Musikkapelle erhält ihr neues ProbelokaL Anläßtich der Jahreshauptversammlung werden die Weichen für die Zukunft gestellt. Karl Braun wird zum geschäftsführenden Obmann gewählt, Michael Lienharter zum interimistischen Kapellmeister bestellt. 

 

1981 

Am 6. November kommt es zur großen Wachablöse innerhalb der Musik. Albert Tatzel, Kapellmeister und Obmann, legt aus gesundheitlichen Gründen seine Funktion zurück. Er wird ob seiner Verdienste um die Kapelle zum Ehrenkapellmeister ernannt. Mit ihm ist eine Epoche beendet worden, welche 25 Jahre die Geschicke der Musik zum Besten geleitet hat. Neue Wege werden beschritten, denn mit dem nunmehr als Obmann gewählten Karl Braun übernimmt erstmals ein Nichtmusikant die Vereinsgeschicke. Michael Lienharter wird gleichzeitig zum neuen Kapellmeister bestellt. Am 21. Dezember wird Bürgermeister DDr. Alois Lugger anläßlich seiner 25-jährigen Bürgermeistertätigkeit zum Ehrenbürger der Stadt Innsbruck ernannt. Die Musikkapelle hat die Ehre, die musikalische Umrahmung des Festaktes auf dem Vorplatz der Weiherburg zu gestalten. 

 

1982 

Die befreundete Schützenkompanie »Katharina Lanz« in Spinges feiert» 100 Jahre Denkmal Spinges«. Anlaß genug, daß die Kapelle am 27. Juni nach Südtirol fährt und dort ein Festkonzert gibt. Nach vielenJahren ist es wieder einmal gelungen, gemeinsam mit der Schützenkompanie Hötting eine Reise durchzuführen. Alois Lener beendet sein aktives Musikerleben und wird bei der Jahreshauptversammlung in Anerkennung seiner Verdienste zum Ehrenmitglied ernannt. 

 

1983 

Eine organisatorische Meisterleistung wird anläßlich der Konzertreise vom I. bis 6. Feber vollbracht. In nur drei Tagen Vorbereitungszeit fährt eine 45 Mann starke Kapelle nach Lilie zu einer Zuchttierausstellung um in Zusammenarbeit mit der österr. Fremdenverkehrswerbung für unser Heimatland Tirol zu werben. ein Auftritt im Lokalfernsehen für Nordfrankreich ist sicherlich als Höhepunkt dieser Werbefahrt für Tirol zu bezeichnen. Am 9. Mai wirdjene Brücke eingeweiht, die unserer Heimatstadt den Namen gegeben hat. Den feierlichen Festakt zur Eröffnung der »Neuen Innbrücke« umrahmt die Höttinger Musikkapelle bei strömenden Regen. Vom 2. bis 3. Juli feierte unsere Musikkapelle ihr 170-jähriges Bestandsjubiläum. Zu diesem Anlaß wurde am Sonntag bei der Feldmesse unsere neue Fahne, die von unserer Fahnenpatin Gertraud Lenzi gestiftet wurde, feierlich eingeweiht. Wir sind stolz, als einzige Trachtenkapelle des Musikbezirkes Innsbruck-Stadt eine eigene Fahne, die von unserem Fähnrich Peter Lenzi bei sämtlichen Feierlichkeiten mit »Bravour« geschwenkt wird, zu besitzen. »IN DER MUSIK EHREN WIR UNSER HEIMATLAND« -dieser Leitspruch welcher unsere Fahne ziert, soll immer Verbindung von Musik, Kameradschaft und Treue sein. Die Musikkapellen Mariahilf und Allerheiligen konzertierten beim anschließenden Beisammensein bis in den späten Nachmittag. JohannAuer übernahm im Herbst die musikalische Leitung und lenkt seither die Tendenzen seiner Musiker in gleiche, wohlklingende Bahnen.

 

1984 

In diesemJahr zählt die Musikkapelle 65 Mitglieder, wovon 28 Jungmusiker in Ausbildung stehen (Konservatorium, Musikschule usw.) · Obmann Albert Tatze! Unter großer Anteilnahme sämtlicher Vereine und Kooperationen wurde am 29 .6. unser Ehrenkapellmeister und langjähriger Obmann Albert Tatze! zu Grabe getragen. Er hatte in seiner über 25-jährigen Tätigkeit vorbildlich und erfolgreich mit seiner kameradschaftlichen Art und Weise die Stadtmusikkapelle Hötting geprägt. Am 9. September, anläßlich des Gedenkjahres Andreas Hofer, marschierte auch unsere Kapelle beim großen Festumzug mit. Im Herbst besuchten wir im Rahmen eines zweitägigen Ausfluges unsere Partnerkapelle Neußerling in Oberösterreich. 

 

1985 

Im Februar gründeten Stefan Lerchster und Hans Hanl die Big-Band Hötting, deren Mitglieder alle der Musikkapelle Hötting angehören. Das Muttertagskonzert, unter Mitwirkung des Kinderchores der Volksschule Hötting, war ein großer Erfolg. Der Reinerlös dieser Veranstaltung kam den Notleidenden in Obervolta zugute. Wieder einmal machten wir »Hötting« über unsere Grenzen hinaus bekannt, nämlich mit einer Konzertreise vom 29. - 30. Juni nach Lens/Frankreich, und vom 26. - 28. Juli, wo wir einer Einladung nach Unlingen/BRD folgten. Die Cäcilienfeier wurde von unseren Partnerkapellen Flattach und Schönwald mitgestaltet.

 

1986 

Am 19. Jänner marschierte unsere Musikkapelle mit der Mädchengarde der Faschingsgilde Hötting zum Rathaus, wo die Schlüsselübergabe an das Prinzenpaar, welches die Regentschaft bis zum Faschingsdienstag übernahm, erfolgte. Zum 50. Geburtstag unseres Pfarrers Franz Lichtenberger brachte die Stadtmusikkapelle Hötting ein Ständchen. Am 25. Februar gaben wir unserem Ehrenmitglied und Jugendausbildner Helmut Donner das letzte Geleit. (Sein langjähriges Wirken wird stets in den Klängen seiner »Schüler« weiterleben). Unseren Ringervizeeuropameister Franz Pitschmann begrüßten sämtliche Höttinger Vereine am 22. April beim Gasthof »Großer Gott«, wobei die Musikkapelle die musikalische Umrahmung gestaltete. Einladung zum Gaudafest in Zell am Ziller am 25. Mai. Beim ersten Höttinger Dorffest im Juni durfte die Musikkapelle Hötting natürlich nicht fehlen. Einen ersten Rang erreichte unsere Musikkapelle beim Marschmusikwettbewerb am 15. Juni, bei dem sämtliche Kapellen des Musikbezirkes Innsbruck-Stadt teilnahmen. (Das belächelte »Exerzieren« am Feuerwehrplatz hatte sich alsodoch gelohnt). Unser langjähriges EhrenmitgliedAnna Vollgruber verabschiedeten wir am28. Juni auf dem Mariahilfer Friedhof. Für unser 1988 stattfindendes 175-Jahr-Jubiläum werden die ersten Vorbereitungen mit der Gründung des Festausschusses getroffen. In Begleitung der Faschingsgilde Hötting geht die Auslandsreise nach Krefeld. Die traditionelle Weihnachtsfeier wurde von unserem Karl Gremer, wie immer in Gestalt des Hl. Nikolaus, mit einem parodistischen Jahresrückblick bereichert. 

 

1987 

Am 10. Jänner wurde unsere Musikkapelle und die Big-Band Hötting ausgewählt, die Livesendung der Deutschen Welle »Stadtbummel in Innsbruck«, welche in,sämtlichen Kontinenten ausgestrahlt wurde, mitzugestalten. Beim int. Kongreß des englischen Touristik -Managements vom 15. - 18. März hatten wir die Ehre, im Londoner »Grosvenour-House« unser Land Tirol musikalisch und optisch zu vertreten. Im Laufe dieser Reise absolvierte so mancher Höttinger Musiker seine ersten Flugstunden. Endlich war es uns gelungen, sämtliche Mitglieder mit einheitlichen Trachtenschuhen auszustatten. BeimJubiläumsfest des Trachtenvereins »50 Jahre D‘Burgstodler« am 28. Juni gestalteten wir die feierliche Feldmesse und das anschließende Frühschoppenkonzert. Am 29. Mai wurde Friedrich Weber zum neuen Obmann unserer Musikkapelle gewählt. Kar! Braun, unser bisheriger Obmann, welcher seine Tätigkeit bestens und mit viel persönlichem Einsatz ausgeführt hatte, trat aus persönlichen Gründen zurück. Eine Konzertreise zu unserer Partnerkapelle nach Schönwald/BRD stand vom 3.- 5. Juli auf dem Programm. Beim 40-jährigen Bestandjubiläum des Tiroler Blasmusikverbandes am 20.9. waren auch die Höttinger beim großen Festumzug dabei. Der 21.10. wird vielen Höttinger Vereinen in trauriger Erinnerung bleiben. Unsere Instrumentenpatin und großzügige Gönnerin Johanna Pradler geleiteten wir unter großer Anteilnahme zu ihrer letzten Ruhestätte. Ein weiterer schwerer Schlag trifft uns, als wir am 16.12. unser Ehrenmitglied Ernst Stolz auf seinem letzten Weg begleiteten. 1988 Empfang unseres zweifachen Olympiamedaillengewinners Michael Hadschieff am 25 .2. vor dem Goldenen Dach!. 1. Mai: Um 5 Uhr erklang das erste unserer 55 Mailüfterln. Unser traditionelles Muttertagskonzert fand heuer unter der Mitwirkung des Sängerbundes Hötting am 7. Mai im Vereinszentrum statt. Doz. Dr. Weyermüller, Präsident des österr. Blasmusikverbandes, konnte an Kapellmeister J ohann Au er das silberne Verdienstzeichen, sowie die Langjährigkeitsmedaillen an Emmerich Buchherger für 50 Jahre, Arnold Weichselbraun und Josef Althaler sen. für 40 Jahre überreichen. Für 15-jährige Mitgliedschaft bei der Stadtmusikkapelle Hötting wurde Obmann Friedrich Weber mit dem »Höttinger Turm in Gold« ausgezeichnet. Das bronzene Jungmusiker-Leistungsabzeichen konnte an Gerhard Berchtold, Hannes Lercher, Hannes Muglach und Walter Schuh verliehen werden. Mit dem Florentinermarsch fand dieser gelungene Abend seinen Ausklang.

 

Fortsetzung in Arbeit!

 

Stadtmusikkapelle Hötting
Schulgasse 3

6020 Innsbruck

Peter Lener (Obmann)

+43 664 80333816

 

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